Schimmelpilze
"Ein Haus atmet nicht durch die Wände"
Auch wenn die Energiepreise hoch sind - geheizt werden muss trotzdem. In zu wenig beheizten oder nicht beheizten Räumen, können Bauschäden durch auftretende Feuchtigkeit ausgelöst werden. Deshalb sollte in der Heizperiode kräftig gelüftet werden. Ein Haus das durch die Wände atmet, gehört in das Reich der Fabeln. Gerade beim Lüften werden immer die selben Fehler gemacht. Nasskaltes Wetter heißt nicht, die Fenster geschlossen zu halten. Im Gegenteil: Die kalte Luft draußen hat eine erheblich geringere relative Luftfeuchtigkeit als die verbrauchte Innenluft. Daher reicht es oft im Herbst und Winter mittels kurzer Stoßlüftung von fünf bis sechs Minuten die Räume zu lüften. Dadurch kann die Feuchtigkeit im Haus schnell und ohne große Wärmeverluste abtransportiert werden.
Keinesfalls sollte man Fenster auf Kipp stellen, eine effiziente Lüftung ist so nicht möglich. Die Abkühlung der Fensterstürze und Laibungen führt zu den vielfach bekannten Schimmel in diesen Ecken. Denn wenn die Oberflächentemperatur zu gering ist, schlägt sich die Feuchtigkeit auf der Wand nieder. Tapeten sind dann ein idealer Nährboden für Schimmelpilze.
| | Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist ein holzzerstörender Pilz. Neben dem Braunen Kellerschwamm ist er ein Hauptverursacher für Schäden durch Schwammbefall in Gebäuden. Der Hausschwamm befällt bevorzugt verbautes Holz und benötigt ein feuchtes und nicht zu mildes Milieu zum Wachstum. Da nicht selten Guttationströpfchen auf ihm zu sehen sind, wird er auch oft Tränender Hausschwamm genannt. Der Echte Hausschwamm war der Pilz des Jahres 2004. |
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