Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Für die Auslegung einer Heizungsanlage ist die zu errechnende Heizlast eines Gebäudes erforderlich. Hierbei wird für jeden zu beheizenden Raum die Heizlast des Raumes berechnet, die dann als Maß für die Größen der einzubringenden Heizflächen dient. Die Summen aller Wärmeverluste einschließlich eventueller Zuschlagsfaktoren ergibt die Gesamtheizlast des Gebäudes und ist das Maß für die erforderliche Kesselgröße.

Seitdem  1.Oktober 2004 hat in Deutschland die Berechnung der Heizlast nach der Europäischen Norm DIN EN 12831 zu erfolgen.



Die DIN kennt dabei zwei Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast:

  • Die raum- oder zonenweise Berechnung zur Auslegung der Heizflächen
  • Gesamtergebnis basierende Berechnung zur Auslegung des Wärmeerzeugers

Die so ermittelte Heizleistung ist die Auslegungsgrundlage für: 

  • Heizkörper - Heizflächen
  • Rohrleitungssystem - Rohrnetzberechnung
  •  Thermostatventile - Ventileinstellungen
  • Umwälzpumpen
  • Regulierventile
  • Kessel - Wärmeerzeuger    Die parallel durchzuführende Energiebedarfsberechnung nach EnEV 2009 zum Nachweis des Wärmeschutzes gibt über die Heizleistung keine eindeutige Auskunft. Es lässt sich nicht einmal eine Aussage darüber treffen, ob die Heizleistung nach oben oder unten abweicht.

Wird die Heizleistung nicht berechnet, müssen hohe Sicherheitszuschläge einkalkuliert werden. Dennoch hat man keine Gewissheit, nicht doch zu klein dimensioniert zu haben. 

Folgen der Überdimensionierung sind u. a.:

  • Höheren Anschaffungskosten bei der gesamten Anlagentechnik.
  • Die Umwälzpumpen sind zu groß und verbrauchen zu viel Energie.
  • Moderne Brennwertkessel werden nicht im optimalen Arbeitspunkt gefahren; die Brennwerttechnik greift nicht; zu hoher Verbrauch.
  • Energieversorgungsunternehmen berechnen oft einen Grundpreis, der sich nach der Heizlast oder nach der Leistung des Wärmeerzeugers bemisst. Bei falscher Heizlastangabe oder falscher Dimensionierung zahlt der Nutzer für die nicht benötigte Leistung.

Folgen der Unterdimensionierung sind ein unzureichend beheiztes Gebäude!

Wärmequellenanlagen einer Erdwärmepumpe sollten grundsätzlich großzügig bemessen werden, eine Unterdimensionierung führt zu schlechten Arbeitszahlen und damit zu einem hohen Energieverbrauch. Außerdem werden unterdimensionierte Kollektoren und Sonden während der Sommermonate möglicherweise nicht vollständig regeneriert. Dies kann zu einem Ausfall der Wärmepumpe führen.

Fordern Sie Ihren Heizungsbauer auf, eine Berechnung durchzuführen, die Sie sich zeigen lassen - oder kommen Sie gleich zu uns!

 

planunungsbüro bauen + energie

Jan Pongs, Dipl.-Ing. Architekt

Telefon 02161 561579

        architekt@pongs.info

 
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